Jugend für Menschenrechte Schweiz in Action
Internationaler Marsch für Menschenrechte – 10. Dezember 2011
Am diesjährigen Internationalen Marsch für Menschenrechte zur Feier des Menschenrechtstags wurde ein erneuter Teilnahmerekord erreicht: 70 Märsche in 30 Ländern auf 6 Kontinenten wurden durchgeführt, um die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vermehrt ins Bewusstsein zu rufen. Die Texte wurden in den verschiedensten Sprachen auf Transparenten mitgeführt, so zum Beispiel auf Spanisch, Französisch, Deutsch, Arabisch, Chinesisch, Hindi, Japanisch, Mongolisch, Niederländisch, Kreolisch, Russisch etc.
Jeder Marsch hatte seinen eigenen Charakter – seien es die Märsche durch ländliches Gebiet in Kenia oder Indien, durch Städte in Europa oder über Brücken in den USA und Australien (Sydney Harbor Bridge). In Kathmandu malten sich Studenten das Marsch-Logo auf ihre Gesichter.
Selbst Temperaturen bis 26 Grad in der Mongolei oder strömender Regen in Deutschland hielten die Teilnehmenden nicht davon ab, für das Bewusstsein um die Menschenrechte auf die Strasse zu gehen.
Bekannte Persönlichkeiten nahmen an etlichen Märschen teil, so zum Beispiel Vertreter der Nationalen Friedensvereinigung in Nepal, des European Network Against Racism, der Commission for Human Rights and Administrative Justice in Ghana, der Journalistenvereinigung von Karnataka und der Brewarrina Aboriginal Community in Western New South Wales. Unterstützt wurde der Marsch vom Bürgermeister von Tokyo und seinem Kollegen von San Antonio de los Altos, Venezuela.
Hier einige Impressionen:
http://www.youtube.com/watch?v=S9O-jZH4-LU
http://www.youtube.com/watch?v=5pXuHIKiEeY&hd=1
http://www.youtube.com/watch?v=ZhanBojFFfE
In der Schweiz wurde der Marsch je in Genf und Zürich durchgeführt.

Rund 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene trugen die 30 Rechte auf Transparenten durch die Zürcher Innenstadt. Sie verteilten Flugblätter mit der neuen Petition, die fordert, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in jeder Schule der Schweiz obligatorisch in den Lehrplan aufgenommen wird und dass die Artikel nicht nur theoretisch durchgenommen sondern im Unterricht auch in die Praxis umgesetzt werden.
Mit der Verlesung der Erklärung beim Landesmuseum unter Fackellicht fand die Veranstaltung ein feierliches Ende.

Infostand in Bern zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2011
In Bern wurde an einem Informationsstand fleissig Unterschriften für die Petition an die Erziehungsdirektorenkonferenz gesammelt.



Petition an den Bundesrat und die eidgenössischen Räte (Nationalrat und Ständerat)
Am 10. Dezember 2010 haben wir folgende Petition mit fast 2000 Unterschriften einer Vertreterin des Bundeshauses abgegeben:
"In Anbetracht der Tatsache, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte bereits 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, jedoch Text, Inhalt und Bedeutung kaum bekannt sind und somit nicht breit umgesetzt werden, sowie in Anbetracht der steigenden Jugendgewalt, der zunehmenden Intoleranz gegenüber gewissen religiösen und ethnischen Gruppen, der sinkenden Verantwortung im sozialen und zwischenmenschlichen Bereich, bitten wir den Bundesrat und die eidgenössischen Räte, sich dafür einzusetzen,
- dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in jeder Schule der Schweiz obligatorisch in den Lehrplan aufgenommen wird,
- dass ihre Umsetzung mit allen Mitteln gefördert wird in der Schweiz und ihrer Beziehung zum Ausland, sei dies durch öffentliche Veranstaltungen, konkrete Hinweise in Verlautbarungen etc.,
- dass ihre Verletzung nicht toleriert wird; unabhängig vom ethnischen Hintergrund von Täter und Opfer.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte enthält die Grundlage für einen respektvollen Umgang der Menschen untereinander und ist daher ein wichtiges Mittel zur Sicherung des Friedens und Wohlergehens."






Jugend für Menschenrechte Schweiz in Action im Hauptbahnhof Zürich
Hier können Sie einige Fotos vom Bahnhof Zürich sehen, wo über einen Monat im Jahr 2008, jeden Tag die Bilder aus der DVD Jugend für Menschenrechte täglich immer wieder gezeigt wurden. Gleichzeitig konnte man sie auch in den Bahnhöfen Bern, Basel und Genf sehen.





